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Strategie1. März 20257 Min.Wayvo Team

Saisonpreise richtig einsetzen — So maximieren Sie Ihren Umsatz

Dynamische Preisgestaltung für Autovermietungen: Wann Sie Preise erhöhen, wann senken und wie Sie Rabatte strategisch nutzen.

Warum Einheitspreise Geld kosten

Viele kleine Autovermietungen arbeiten mit einem festen Tagessatz — das ganze Jahr über. Das Problem: In der Hochsaison verschenken Sie Umsatz, in der Nebensaison stehen die Fahrzeuge leer.

Die Realität in der Schweiz

  • Sommermonate (Juni–August): Höchste Nachfrage durch Tourismus und Ferienzeit
  • Wintermonate (Dezember–Februar): Hohe Nachfrage nach Allrad/SUV in Bergregionen
  • Zwischensaison: Niedrigere Nachfrage, Preise müssen attraktiver sein
  • Feiertage & Events: Kurzfristige Nachfragespitzen (Ostern, Pfingsten, Auto Salon Genf)

Preisstrategien für mehr Umsatz

1. Saisonpreise

Definieren Sie mindestens 3 Preisstufen:

  • Hochsaison: +20–30% auf den Basispreis
  • Normalsaison: Basispreis
  • Nebensaison: -10–20% auf den Basispreis

2. Wochenend-Tarife

Freitag bis Montag ist für viele die attraktivste Mietzeit. Nutzen Sie das:

  • Wochenend-Spezial: Freitag 17 Uhr bis Montag 9 Uhr zum Spezialpreis
  • Oder erhöhen Sie den Wochenend-Tarif, wenn die Nachfrage es hergibt

3. Langzeitrabatte

Längere Mieten bedeuten weniger Übergaben und stabilere Einnahmen:

  • Wochenpreis: 10–15% günstiger als 7× Tagespreis
  • Monatspreis: 25–35% günstiger als 30× Tagespreis

4. Frühbucher-Rabatte

Belohnen Sie Kunden, die früh buchen:

  • 5–10% Rabatt bei Buchung 14+ Tage im Voraus
  • Planbare Auslastung für Sie

Umsetzung mit Software

Manuelle Preisänderungen? Vergessen Sie's.

Ohne Software müssten Sie Preise manuell anpassen — auf Ihrer Website, in E-Mails, in Angeboten. Das ist fehleranfällig und zeitaufwändig.

Mit Wayvo automatisieren

In Wayvo definieren Sie Preisregeln einmalig:

  • Saisonzeiträume festlegen
  • Prozentuale Auf-/Abschläge definieren
  • Langzeitrabatte konfigurieren
  • Das System berechnet automatisch den korrekten Preis

Praxisbeispiel

Kompaktklasse (VW Golf), Standort Zürich

| Zeitraum | Tagespreis | Wochenpreis | Monatspreis | |----------|-----------|-------------|-------------| | Hochsaison (Jun–Aug) | CHF 85 | CHF 510 | CHF 1'700 | | Normalsaison | CHF 65 | CHF 390 | CHF 1'300 | | Nebensaison (Nov–Feb) | CHF 55 | CHF 330 | CHF 1'100 |

Saisonkalender für die Schweiz

Detaillierter Überblick nach Monaten

| Monat | Nachfrage | Preisempfehlung | Typische Kunden | |-------|-----------|----------------|-----------------| | Januar | Mittel–Hoch | +15% (Wintersport) | Skiurlauber, Geschäftsreisende | | Februar | Hoch | +20–25% (Sportferien) | Familien, Wintersportler | | März | Niedrig–Mittel | Basispreis | Geschäftsreisende | | April | Mittel | +10% (Ostern) | Touristen, Familien | | Mai | Mittel | Basispreis | Geschäftsreisende, Ausflügler | | Juni | Hoch | +20% | Touristen, Hochzeiten, Events | | Juli | Sehr hoch | +25–30% | Sommertouristen, Familien | | August | Sehr hoch | +25–30% | Sommertouristen, Familien | | September | Mittel | +10% | Geschäftsreisende, Herbsttourismus | | Oktober | Niedrig–Mittel | Basispreis oder -10% | Herbstausflügler | | November | Niedrig | -15–20% | Wenig Nachfrage | | Dezember | Mittel–Hoch | +15–20% (Weihnachten/Ski) | Wintersportler, Feiertagsreisende |

Regionale Besonderheiten

  • Bergregionen (Graubünden, Wallis, Berner Oberland): Doppelte Hochsaison — Winter UND Sommer
  • Städte (Zürich, Genf, Basel): Geschäftsreisende ganzjährig, Events wie Zürich Film Festival, Art Basel
  • Tessin: Frühling und Herbst sind stärker als in der Deutschschweiz
  • Genfersee-Region: Montreux Jazz Festival (Juli), hohe Nachfrage von internationalen Touristen

Konkrete Preisbeispiele nach Fahrzeugkategorie

SUV / Allrad (z.B. VW Tiguan), Standort Interlaken

| Zeitraum | Tagespreis | Wochenpreis | Monatspreis | |----------|-----------|-------------|-------------| | Ski-Hochsaison (Dez–Feb) | CHF 130 | CHF 780 | CHF 2'600 | | Sommer-Hochsaison (Jul–Aug) | CHF 120 | CHF 720 | CHF 2'400 | | Normalsaison | CHF 95 | CHF 570 | CHF 1'900 | | Nebensaison (Nov, Mär) | CHF 75 | CHF 450 | CHF 1'500 |

Transporter (z.B. VW Caddy), Standort Zürich

| Zeitraum | Tagespreis | Wochenpreis | Monatspreis | |----------|-----------|-------------|-------------| | Hochsaison (Umzugszeit Mai–Sep) | CHF 110 | CHF 660 | CHF 2'200 | | Normalsaison | CHF 85 | CHF 510 | CHF 1'700 | | Nebensaison (Nov–Feb) | CHF 70 | CHF 420 | CHF 1'400 |

Dynamic Pricing — Fortgeschrittene Tipps

Auslastungsbasierte Preisanpassung

Neben festen Saisonpreisen können Sie Preise dynamisch anpassen:

  • Unter 50% Auslastung: Automatisch 10–15% Rabatt aktivieren
  • Über 80% Auslastung: Preise um 10–20% erhöhen
  • Letztes verfügbares Fahrzeug: Premium-Zuschlag von 20–30%

Last-Minute vs. Frühbucher

| Buchungszeitraum | Preisanpassung | Begründung | |-----------------|---------------|------------| | 30+ Tage vorher | -5–10% (Frühbucher) | Planungssicherheit für Sie | | 7–30 Tage vorher | Basispreis | Normalpreis | | 1–7 Tage vorher | +10–15% | Hohe Dringlichkeit | | Same-Day | +20–30% | Maximale Zahlungsbereitschaft |

Mindestmietdauer in der Hochsaison

In Spitzenzeiten lohnt sich eine Mindestmietdauer, um den Verwaltungsaufwand zu reduzieren:

  • Weihnachten/Neujahr: Mindestmietdauer 3–5 Tage
  • Sportferien: Mindestmietdauer 5–7 Tage
  • Sommerferien: Mindestmietdauer 3 Tage
  • Feiertags-Wochenenden: Freitag–Montag als Paket anbieten

Wettbewerbsanalyse

Überprüfen Sie regelmässig die Preise Ihrer Mitbewerber:

  • Lokale Anbieter: Vergleichen Sie wöchentlich die Preise auf deren Websites
  • Grosse Ketten: Europcar, Hertz, Sixt — deren Preise setzen oft den Marktstandard
  • Plattformen: Check24, Rentalcars — hier sehen Sie, was Kunden bereit sind zu zahlen

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie oft sollte ich meine Preise anpassen? Definieren Sie Saisonpreise quartalsweise und überprüfen Sie die Auslastung monatlich. Bei sehr dynamischen Märkten (z.B. touristische Hotspots) können wöchentliche Anpassungen sinnvoll sein.

Sollen Preiserhöhungen kommuniziert werden? Nein, Saisonpreise müssen nicht aktiv kommuniziert werden. Der Kunde sieht den aktuellen Preis bei der Buchung. Transparenz ist jedoch wichtig — listen Sie ggf. eine Preistabelle auf Ihrer Website.

Was ist, wenn ein Stammkunde den Hochsaisonpreis nicht akzeptiert? Bieten Sie Stammkunden einen moderaten Rabatt von 5–10% an. Die Kundenbindung ist langfristig wertvoller als der maximale Einzelpreis.

Kann ich unterschiedliche Preise für Online- und Offline-Buchungen setzen? Ja, viele Vermieter bieten online einen Rabatt von 5–10% an, um die Digitalisierung zu fördern und den Verwaltungsaufwand zu senken.

Wie gehe ich mit Stornierungen in der Hochsaison um? Definieren Sie klare Stornierungsbedingungen: z.B. kostenlose Stornierung bis 7 Tage vor Mietbeginn, danach 50% des Mietpreises. In der Hochsaison können strengere Bedingungen gelten.

Fazit

Dynamische Preisgestaltung ist kein Luxus — es ist gesunder Menschenverstand. Mit den richtigen Preisregeln maximieren Sie Ihren Umsatz ohne zusätzlichen Aufwand. Für Standorte wie Zürich bietet eine Autovermietung Software für die Schweiz integrierte Saisonpreisregeln, die vollautomatisch angewendet werden.

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